Warum dieser Blog?

Wir wollten unserem kleinen Sonnenschein zum 5. Geburtstag eine Überraschung bereiten, nämlich eine Schatzsuche machen.

Die habe ich mir noch selber ausgedacht und sie kam auch sehr gut an.

Natürlich sollte dann zum 6. Geburtstag wieder eine Schatzsuche gemacht werden (er hat sie sich explizit gewünscht).

Da die Lütten ja ein Jahr älter waren und auch mehr Kinder eingeladen wurden, musste ich mir natürlich mehr Gedanken machen. Dazu habe ich auch gego*gelt und habe irgendwie nichts richtiges gefunden. Dann bin ich doch auf eine Seite gestossen, die mir sehr geholfen hat (leider habe ich den Link nicht mehr).

Um es nun anderen Mütter/Vätern zu erleichtern, zeige ich hier, wie ICH die Schatzsuchen gestaltet habe. Vielleicht gibt es ja dem Einem oder Anderen eine Anregung ...

Schatzsuche 7. Geburtstag

Ein Jahr ist um und mein Lütter wollte zu seinem 7. Geburtstag wieder eine Schatzsuche machen. Da es ihm letztes Jahr viel zu kurz und zu einfach war, sollte es dieses Jahr schwerer und länger sein. Ich hatte den Auftrag, mindestens 20 Pergamente zu machen *stöhn* ;-)

Also habe ich mich dieses Jahr rechtzeitig hingesetzt und habe erst einmal gegoggelt. Dabei ist mir aufgefallen, dass viele Eltern einen Tag vorher in Foren fragen, was sie nächsten Tag bei der Schatzsuche machen können. DAS würde ich allerdings nie empfehlen. Vielleicht sind andere sehr viel besser, aber ich brauchte einfach sehr viel mehr Zeit und hätte es nie an einem Tag geschafft.

Ich habe sehr viel Anregungen gefunden, haben einiges fast eins zu eins kopiert, einiges ein bisschen abgeändert, einiges komplett umgekrempelt, einige Ideen vom letzten Jahr übernommen und einiges auch neu ausgedacht.

Mein Männe hatte auf Arbeit eine ganz tolle Kiste, die sich hervorragend für eine Schatzkiste eignet. Die habe ich befüllt (u.a. mit einen Gutschein für jedes Kind, dass wir im Herbst, wenn etwas früher dunkel ist, ein Lagerfeuer mit Stockbrot machen) ...



Dann wollte ich eigentlich nur ein Schloß anbringen, ...


... habe es mir dann aber doch anders überlegt und habe zusätzlich noch eine Kette (die man nicht abziehen konnte) mit einem Schloß festgemacht ...


Dieses Jahr wollte ich für die "giveaway"-Tütchen etwas besonderes machen, was gut zum Thema Schatzsuche passt. Ich habe mir eine Schablone aus Papier gemacht (allerdings nur eine halbe Schablone, weil ich kein Papier hatte, was ca. 35 cm Durchmesser hatte), damit ich schön runde Stoffteile bekomme und habe dann alte Hosen zuschnitten (man kann natürlich auch neuen Stoff oder Leder kaufen - wollte ich aber nicht). Eine Lochzange hatte ich nicht, aber zum Glück gab es gerade in einem Discounter ein Angebot. Ich es also gekauft und wollte loslegen. Aber es funktionierte leider so gar nicht. Wie meinte mein Männe: "Na, hast du dir wieder billigen Chinaschrott andrehen lassen?" Tja, was sollte ich sagen? Er hatte Recht. 


So musste ich improvisieren und haben einen Papierlocher genommen. Ging nicht perfekt, aber allemal besser als die Lochzange!


Dann habe ich noch Schnüre vorbereitet und den Rest sollten Kinder bei der Party machen.

Bei den Einladungskarten habe ich es mir dieses Jahr ganz einfach gemacht und habe die Eröffnungsschatzkarte vom letzten Jahr genommen und ein wenig verändert ...




Dieses mal wollte ich den Start der Schatzsuche anderes machen. Ich habe eine Schatzkarte gezeichnet ...




... und die fünf Teile den Eltern gegeben (als wir die Einladungen verteilt haben), die sie dann heimlich mit ins Geschenk reinlegen sollten.

Ich hatte mit dem Lütten besprochen, dass er diesmal die Geschenke erst später aufmacht und erst einmal hinlegt, wenn seine Gäste kommen. Er wollte natürlich wissen, wieso, aber hat dann zugestimmt, als ich ihm sagte, dass es eine Überraschung sei.

Die Gäste kamen und es wurde erst einmal Kuchen gegessen. Dann wurde der Geldbeutel gebastelt, wobei die Kinder eigentlich nur die Schnüre durch die Löcher ziehen mussten ...



Danach haben wir gelost, wessen Geschenk ausgepackt werden durfte. Damit es keinen Streit gab, durfte immer der, dessen Geschenk gerade ausgepackt wurde, den nächsten Namen ziehen.

Was war das dann für ein Staunen, als der erste Teil der Schatzkarte aus dem Geschenk fiel :-) Einige Kinder haben aber immer wieder betont, dass ich es wohl gewesen sei, der die Schatzkarte dort versteckt hätte. Ohne zu Lügen, habe ich genauso oft betont, dass ich die Geschenke ganz bestimmt nicht eingepackt hätte *lach*

Dann wurde sich ein Kompass geschnappt ...


... und überlegt, ob es unsere Straße ist ...


Dann kam die Erleuchtung, dass es das andere Rondell ist und schon wurde losgefegt ...



Aber dort gab es keinen Schatz, sondern die erste Aufgabe ...



In der Straße gab es einen Fahnenmast, wo dann die zweite Aufgabe lag ...




Mit etwas Hilfe haben sie diese Aufgabe auch gelöst und konnten weiter machen ...



Drei Kinder konnten schon Sudoku und es wurde fehlerfrei gelöst!



Auch hier wurde SPIELPLATZ super herausgefunden! Dort lag dann die fünfte Aufgabe ...


Hach, was sind sie gelaufen. Ich habe mich zurück gehalten und habe an dem Hydranten gewartet, wo der Fehler war. Da musste ich dann bisschen mehr helfen, aber es ging trotzdem gut.

Zwischenzeitlich haben einige Kinder schlapp gemacht und sind nicht mit zur Huasnummer 31 mitgelaufen und haben somit beim Hydrantenschild gewartet. Die anderen Kinder haben dann die sechste Aufgabe geholt ...


(Das Foto hatte ich zerschnitten ...)

... und dort gepuzzelt. So hatten die Kinder den Vorteil, dass der gesuchte Hauseingang gleich vor ihrer Nase war *lach*. Dort lag die 7. Aufgabe, die natürlich ganz schnell gelöst war.





Gegen Mittag hatten einige Kinder draußen gespielt und wie es der Zufall will, haben sie natürlich genau an diesem Tag in genau dieser Bauminsel gespielt. Das hatten sie Monatelang nicht gemacht. Und wie soll es anders sein ... natürlich haben sie dieses Pergament gefunden *Augenroll*. Und nein! Natürlich nicht für sich behalten, sondern jedem erzählt *nochmehrAugenroll*. Aber zum Glück haben sie es wieder hingelegt und Steine drüber getan.



Die Stimme bei der angerufenen Telefonnummer hat nur "Schaut in das Rote! Und zwar dort, wo der Kaiser zu Fuß hingeht!" gesagt. Das erste Kind hatte es nicht richtig verstanden, also mussten wir noch einmal anrufen. War wohl zu schwer, denn auch das zweite Kind hatte es nicht richtig verstanden. Also habe ich es noch einmal laut gesagt und schon wußte meine Rübe, dass das Gäste-WC gemeint war (dort hing ein roter Luftballon). Ich hatte ihm nämlich zwei Wochen vorher mal gefragt, ob er die Bedeutung dieses Satzes weiß. Natürlich wußte er sie nicht, aber nachdem ich es ihm erklärt hatte, musste ich mir jetzt jeden Tag anhören, dass er dahingeht, wo der Kaiser zu Fuß hingeht *lach*

In dem Luftballon war die 11. Aufgabe ...

Welches Kind wohnt in
einer „“Blumenstrasse“?

Es hat den nächsten Hinweis!



Ich hatte die eine Mutter gebeten, den kleinen Zettel heimlich in ihre Hosentasche zu stecken.

Auf dem Zettel stand dann die 12. Aufgabe ...

Welche Nachbarn von uns haben viel
Baumaterial vor dem Haus liegen?

Dort findet ihr den nächsten Hinweis!



Da wir ja in einem Neubaugebiet wohnen, wird zwar nicht überall gebaut, aber halt auf einigen Grundstücken. Ich dachte, dass sie gleich zum "richtigen" Grundstück laufen, aber nö. Mit ein bisschen Hilfe haben sie dann die 13. Aufgabe gefunden ...


Zuerst mussten sie ein bisschen überlegen, aber dann hatten sie schnell raus, dass unser
Auto(kennzeichen) gemeint war.
(Mein Männe musste die letzten Aufgaben verstecken, nachdem wir die 9 Umschläge gefunden hatten. Man sollte also mindestens zu zweit sein!)

Auf einem Autoreifen lag dann also die letzte Aufgabe ...



Die Kinder haben große Augen bekommen und fast verzweifelt gefragt, wie sie das Wort denn herausfinden sollen. Rein zufällig *pfeiff* hatte ich eine Übersetzung mit und dann ging es auch ganz schnell ...


In unserem Baum (den der Lütte aus was für Gründen auch immer "Akakenbaum" nennt) war endlich, endlich die Schatzkarte versteckt ...



Ich hatte drei Teile gemacht und diese wieder einzeln versiegelt.
Die Kinder kamen dann auch freudestrahlend mit einem Teil wieder. Als ich ihnen sagte, dass noch zwei Teile im Baum sind, war kein Halten mehr *lach*.

Als sie alle drei Teile hatten, waren sie am puzzeln, wie sie denn zusammen gehört. Ich hatte es diesmal so gemacht, dass sie zuerst den Schatz (der ja verschlossen ist), dann am zweiten Punkt einen Metalldetektor finden, mit dem sie dann fünf Schlüssel finden sollten, von denen nur zwei passten.







Und so sah dann das befüllte Beutelchen aus ...


Auch wenn die Kinder zwischendurch gemault haben, dass es zu lange dauert, waren zum Schluß beim Würstchenessen alle richtig glücklich und haben betont, dass es ihnen super gefallen hat.

Länger hätte es auch nicht gehen dürfen, weil es doch zwei Stunden gedauert hatte und die Konzentration nachließ. Einige waren noch fit, aber es muss ja allen Spaß machen!