Warum dieser Blog?

Wir wollten unserem kleinen Sonnenschein zum 5. Geburtstag eine Überraschung bereiten, nämlich eine Schatzsuche machen.

Die habe ich mir noch selber ausgedacht und sie kam auch sehr gut an.

Natürlich sollte dann zum 6. Geburtstag wieder eine Schatzsuche gemacht werden (er hat sie sich explizit gewünscht).

Da die Lütten ja ein Jahr älter waren und auch mehr Kinder eingeladen wurden, musste ich mir natürlich mehr Gedanken machen. Dazu habe ich auch gego*gelt und habe irgendwie nichts richtiges gefunden. Dann bin ich doch auf eine Seite gestossen, die mir sehr geholfen hat (leider habe ich den Link nicht mehr).

Um es nun anderen Mütter/Vätern zu erleichtern, zeige ich hier, wie ICH die Schatzsuchen gestaltet habe. Vielleicht gibt es ja dem Einem oder Anderen eine Anregung ...

Schatzsuche 9. Geburtstag

Dieses Jahr haben wir wieder eine Schatzsuche gemacht. Ich habe Wochen vor dem Geburtstag immer wieder gefragt, was der Lütte denn zu seinem Geburtstag machen möchte. Schatzsuche war nicht dabei! So war ich ziemlich entspannt, weil das ja viel weniger Arbeit ist :-D

Nicht mal drei Wochen vor seinem Geburtstag (wir sind dann noch in den Urlaub gefahren :-O ) meinte er dann auf einmal, dass er doch eine Schatzsuche machen möchte.
Nein, ich war da nicht genervt *ironieoff*

Ich also gleich mal im Net geschaut. Dabei habe ich festgestellt, dass mein Blog wohl vielen Leuten hilfreich ist. Manche Leute haben meine Schatzsuchen fast eins zu eins übernommen. Ist ja irgendwie schon ein Kompliment :-). Aber das dann als ihre Ideen zu verkaufen, fand ich dann nicht so nett. Man muss meinen Blog nicht verlinken oder nennen, aber eine kleine Anmerkung, dass sie sich inspiriert haben, wäre schon nicht schlecht gewesen. Aber egal!

Da ich mich nicht so wiederholen wollte und ich im Internet nicht so fündig geworden bin, musste ich mir in kurzer Zeit eine Schatzsuche aus den Fingern saugen :-D
Im Nachhinein war sie allerdings viel zu leicht und zu einfach (bis auf Aufgabe 3).

Nun musste erst einmal die Einladung her, weil nach dem Urlaub ja nur noch anderthalb Wochen waren, bis die Party steigen sollte ...

 



Da das Geburtstagskind und seine Gäste ja keine kleinen Kinder mehr sind, habe ich mir Gedanken gemacht, wie man die Tischdeko machen kann. Da ja alle immer sehr gerne A-Schorle trinken, es aber blöd aussieht, wenn man mit Eding den Namen auf das Etikett schreibt, habe ich mir eine Banderole gebastelt ...


Dann wollte ich für den Kuchen solche Kuchensticker haben. Da es keine zu kaufen gab, habe ich die mir auch selber gemacht und an Zahnstocher geklebt ...


Bei meiner Suche im Internet hatte ich eine Tischdeko gesehen, die mir sehr gut gefallen hat. Die Idee habe ich übernommen und habe es dann so umgesetzt ...

 
Noch eine kleine Anmerkung zum Thema Deko. Sonne, Wind & raue Klinker sind nicht mit Luftballons kompatibel. Leider! Denn bevor die ersten Gäste kamen, waren alle Luftballons zerplatzt :-(. So haben wir uns gesagt, dass halt "richtige" Piratenluftballons (es hängt in Fetzen runter) so aussehen ...
 
 
Am Ende solch einer Party muss natürlich wieder eine Schatzkiste gefunden werden. Der Lütte wollte wieder, dass ich zusätzlich Gutscheine reinlege, wo jedes Kind im Herbst zum Lagerfeuer eingeladen werden sollte. Dazu hatte ich diesmal keine Lust, denn sowas kann man lieber spontan machen. Also habe ich ganz viel Naschi gekauft ...


... die Kiste befüllt, mit Kette und wieder zwei Schlüssel gesichert ...


Da ich zum Schluss die Kurve zum Metalldetektor bekommen wollte, gab es die letzte Schriftrolle direkt an der Schatzkiste ...


Die Kiste haben wir dann in einen Müllbeutel getan, damit sie nicht schmutzig wird und haben sie unter der Plane versteckt, die auf der Auffahrt ist ...

 
Die Schatzkarte habe ich dieses Jahr am PC erstellt ....
 
 
Dieses Mal habe ich die Ränder nicht abgebrannt, sondern mit Farbe versehen ...



Da ich es immer so schön finde (Auge isst ja mit :-D ), habe ich die Schriftrollen wieder versiegelt. Wenn man unter Zeitdruck arbeitet und es zeitgleich am Telefon & an der Tür klingelt, kann es dabei zu kleineren "Unfällen" kommen (wenn man das offenen Feuer nicht alleine oder brennen lassen will). Boah, so heißes Siegelwachs auf der Haut tut einfach nur tierisch weh ...

 
Manchmal wundere ich mich, dass der Spiritusbrenner vor lauter Siegelwachs überhaupt noch brennt :-D ....

 
Aber es ging :-) ...
 


So, nun zum eigentlichen Thema, nämlich die Schatzsuche :-D

Ich hatte mir gedacht, dass jedes eingeladene Kind einen Buchstaben im Geschenk hat. Die hatte ich verteilt und die Eltern gebeten, es heimlich zu tun, so dass jedes Kind "überrascht" ist. Hat jetzt nicht ganz so gut geklappt, weil fast alle Kinder Bescheid wussten (nur mein Kind nicht und ein anderes Kind, wo der Buchstabe vergessen wurde :-D ). Aber so hatten wir noch eine kleine zusätzliche Einlage, weil das Kind zu Hause anrufen musste, um zu fragen, welcher Buchstabe denn noch fehlt :-D

Wir haben mit Flaschendrehen bestimmt, wessen Geschenk als nächstes ausgepackt wird. So kamen dann die Buchstaben auch gleichzeitig zum Vorschein, als wenn der Lütte gleich alle Geschenke zwischen Tür & Angel aufreißt :-D

Nach einigen Überlegungen, kamen sie dann drauf, dass der KOMPOSTER gemeint ist.

Also Schuhe an und raus.

Beim Kompost lag dann Aufgabe 1 ....

 
Neben dem Haus standen 3 blaue Säcke ...
 
 
Damit war unser Straßennamen gemeint.
 
 
 
Mit Aufgabe 3 hatten die Kleinen (bzw. Großen :-D ) doch einige Probleme. Das hat sehr lange gedauert und ich habe ein bisschen geholfen. Für 9- und 10jährige ist ein Sudoku mit 4 Zahlen vielleicht doch besser.
 
 
Damit war unser Briefkasten gemeint.
Da ganz gutes Wetter war und die Sonne schien, habe ich alle Kinder noch mal was trinken lassen. Bei der letzten Schatzsuche vor 2 Jahren hatten einige Kinder zwischendurch Durst bekommen und das war irgendwie blöd. Da es danach eine Zeitlang nicht nach Hause ging, habe ich sicherheitshalber alle noch mal zur Toilette geschickt.


Da ein Gast in der höchsten geraden Hausnummer wohnt, kam logischerweise die Zahl eines darunter. Aber schnell haben die Kinder gemerkt, dass das nicht so ist.

Und wie bei den letzten Schatzsuche auch, wurde nicht gegangen, sondern gelaufen. Aber ich hatte vorher gesagt, dass sie immer warten müssen, bis sie fremde Grundstücke betreten. Hat gut geklappt, auch wenn sie ziemlich aufgeregt waren.


Damit war der Kreisverkehr gemeint. Beim linken Zebrastreifen am Verkehrsschild lag die nächste Aufgabe.


Ist jetzt nicht die große Dichterkunst, aber ich wollte nicht den gleichen Spruch wie vor 2 Jahren, aber den gleichen Fahnenmast nehmen.

 
Dies war ein Hinweis auf einen Straßennamen.

 
Die Karte hatten sie auch gleich gefunden und sind mir entgegen gekommen. Dann wollten sie den Kompass dann dort nehmen. Aber ich habe ihnen gesagt, dass es wohl mehr Sinn macht, wenn man an den Fundort zurück geht :-D

 
Da mussten sie schon etwas länger überlegen, weil sie es auf die Piraten bezogen haben. Aber mein Lütter hatte dann auf einmal die Idee, dass sein Freund gemeint war :-D. Und er hatte dann den 11. Hinweis in der Hosentasche, den die Mutter heimlich reingelegt hatte.

 

Das wurde dann auch relativ schnell gelöst.

 
Diesen Text haben sie gelesen, als wenn er ganz normal da stehen würde. Die Kleinen sind schon ganz schön clever!
Aber für die Auflösung brauchten sie etwas länger ...


Sie wollten zur Nr. 12 gehen, oder haben Buchstaben als Zahlen vermutet. Aber erst nachdem ich mit dem UV-Licht gewedelt habe, ging ihnen ein Licht auf :-D

 

Dieses Foto habe ich klein geschnitten und in einem Umschlag dazugelegt. Damit waren sie dann auch wieder eine Zeitlang beschäftigt. In weiser Voraussicht habe ich Tesa mitgenommen, was dann auch gebraucht wurde.
Die Kleinen sind ja echt schmerzfrei. Die haben sich mitten auf die Straße gesetzt bzw. gelegt, um zu lösen :-D.



Da das auf dem Papier echt schlecht zu erkennen war, habe ich ihnen noch eins auf weißen Papier gegeben ...

 
Damit sie wissen, dass sie 4 Teile suchen müssen, habe ich vor dem Spielplatz noch eine Schriftrolle versteckt. Da sie jetzt immer aufgeregter wurden, war es mit dem Hören nicht mehr so dolle. Da war dann dies mein bester Helfer (kann ich jedem empfehlen :-D ) ...



Auf dem Spielplatz war durch das Wetter sehr viel los. Aber die Lütten haben sich dadurch nicht aufhalten lassen.

Davon mussten sie dann 4 Teile finden, was sie (leider) auch sehr schnell getan haben (aber sie lagen zum Glück alle noch da, wo ich sie am frühen Morgen hingelegt hatte) ...

 


Ich habe diese Schatzkarte extra falsch herum gestaltet, damit der Lütte nicht sofort unsere Straße erkennt. Aber Pustekuchen. Er stand kopfüber und hat es sofort erkannt (egal ob da eine gestrichelte Linie war, die über bebaute Grundstücke verlief und verwirren sollte oder sonst was abgebildet war :-D ) und nach nicht mal zwei Sekunden waren sie auf dem Weg. Meine Zeitkalkulation ging nicht so ganz auf :-D

Zuerst haben sie dann im Kompost geschaut, weil der Schatz ja angeblich immer dort ist, wo man angefangen hat. Naja, das wollte ich dann aber niemanden zumuten :-D

Als sie dann den Schatz gefunden haben, mussten sie noch eine Aufgabe lösen ...


Dafür hatte ich mir 10 Schlüssel zusammen gesucht, so dass jedes Kind eins finden konnte. Die habe ich in Folie gemacht (wegen dem Schmutz) und untergebuddelt.


Ich hatte es mir so gedacht, dass sie nacheinander suchen und sich den Metalldetektor geben. Aber nein, sie sind alle zeitgleich rein und haben auch mit den Händen gesucht. Dadurch haben sie alles durcheinander gebracht, so dass ich keine Übersicht mehr hatte. Sie hatten Glück, denn die beiden Schlüssel, die gebraucht wurden, haben sie gefunden. Einen Schlüssel haben wir nämlich nicht wieder gefunden :-D

Als dann endlich die Schatzkiste offen war, haben alle Jungs sehr laut ihre Freude zum Ausdruck gebracht :-D Sie haben sich echt gefreut!

Die Schatzsuche hat allen gefallen, aber sie war mal wieder viel zu einfach :-)